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Allgemein Grundgesetz

Das Grundgesetz

Baizuos, welche sich in Deutschland und seinen politischen und medialen Institutionen breitgemacht haben, tragen die Verantwortung für das Aufkeimen undemokratischer Zustände in Deutschland. Es herrscht die Abkehr vom Willen der Mehrheit des Volkes! Damit befinden wir uns näher an einer Demokratur oder Diktokratie als sonst je in der Geschichte dieses Landes. Die Diktatur der Minderheit wird als solche gar nicht erkannt und damit geduldet und etabliert. Egal, was Menschen wählen, es wird eine Agenda durchgezogen, gegen die Mehrheit, gegen das Volk.

Genau diese Art der Politik ist weder im Grundgesetz beschrieben, noch steht davon irgendetwas an der Stirnseite des Reichstagsgebäudes. Jenes Gebäude, in welchem der Deutsche Bundestag seine Heimstatt gefunden hat und wo deutsche Politiker auf eben dieses Grundgesetz vereidigt sind. Ein Grundgesetz, welches von den politischen Machthabern nach Gutdünken geändert werden kann, um die Grundrechte seiner Bürger mit den Füßen zu treten und ihre Macht zu sichern.

siehe auch: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland – Wikipedia

Das Grundgesetz hatte und hat provisorischen Charakter, wie all die Regierungen, Wahlen und Gesetze der Bundesrepublik. Es ist ein Witz der Geschichte, dass den Machthabern das deutsche Volk seit Jahrzehnten nur ein provisorischer Fetzen Papier übrig ist, sie alle Anstrengungen zur Schaffung einer Verfassung aufgegeben haben und uns über unser Schicksal belügen oder im Unklaren lassen.

Sei es drum, trotzdem steht an der Stirnseite des Deutschen Reichstags in großen Lettern folgender Spruch: „DEM DEUTSCHEN VOLKE“! Dort steht nicht „VERTEILT DIE STEUERMILLIARDEN IN ALLER WELT“! Wer dort hockt und das anders sieht und seine Aufgabe darin definiert, die Welt retten zu wollen, hat sich in der Tür geirrt und ist bei der UN besser aufgehoben.

Im Grundgesetz steht auch in der Präambel folgender Satz: „Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“ Dort steht nicht: „Dieses Grundgesetz gilt für jeden, der die Grenzen dieses Staates, aus welchen Gründen auch immer, überschreitet“! Für solche Personen gelten andere Rechtsvorschriften, nicht jedoch das Grundgesetz und deren Grundrechte.

Ein Grundgesetz, in welchem es sogar möglich ist, Grundrechte per Verwaltungsakt auszuhebeln oder es in einer nicht autorisierten Gesprächsrunde eines Kanzlers oder einer Kanzlerin wegzuwischen, ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist.

siehe auch:

Die Einschränkungen bzw. Ausstiegsklauseln ziehen sich durch fast alle Grundrechte und lassen das Grundgesetz in dieser Form wie eine Rolle Klopapier erscheinen. Es ist die in Worte gegossene Willkür gegenüber dem deutschen Volk. Wie kann es sein, dass allgemeine Gesetze über dem Grundgesetz stehen? Die für das Grundgesetz verantwortliche und es bewahrende Elite misstraut dem deutschen Volk bis heute. Vergessen wir nicht, dass das Grundgesetz nach dem Zweiten Weltkrieg angeblich geschaffen wurde, um die Macht vom Staat in die Hände des Volkes zu legen, um damit die Übergriffigkeit eines totalitären Staates von vornherein zu unterbinden? Es wurde nicht geschrieben, um die Handlungen des Volkes zu beschränken, sondern angeblich, um den Staat und dessen Regierung zu kontrollieren. Wirklich? Ist es das? Es wird Zeit für eine Verfassung, und dies aus folgenden Gründen:

Die Entstehung des Grundgesetzes

Die Entstehung des deutschen Grundgesetzes in den Jahren 1948 und 1949 ist eines der faszinierendsten Kapitel der modernen Geschichte. Es entstand im Spannungsfeld zwischen dem totalen institutionellen Zusammenbruch nach dem Zweiten Weltkrieg, den strategischen Interessen der alliierten Siegermächte und dem leidenschaftlichen Willen einiger „guter“ deutscher Politiker, ein stabiles Bollwerk gegen jede Form von „Totalitarismus“ zu errichten. Das Volk hatte kein Mitspracherecht, denn es war kollektiv schuldig für den Zweiten Weltkrieg.

Nach dem totalen Zusammenbruch des NS-Regimes und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 übernahmen die vier Siegermächte die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Die zentralistische Struktur des Dritten Reiches wurde vollständig zerschlagen. Um Verwaltung, Ordnung und die Verteilung von Lebensmitteln zu organisieren, bauten die Alliierten das politische System von der Basis auf neu auf – beginnend bei den Gemeinden, gefolgt von den Kreisen und schließlich den Ländern.

Wie auf der historischen Karte der Militärregierungen zu sehen ist, war das Gebiet bereits Jahre vor der Bundesrepublik vollständig in Länderparzellen gegliedert:

Besatzungszonen
Besatzungszonen
  • Die amerikanische Zone (1945): Die US-Militärregierung reagierte am schnellsten. Bereits im September 1945 gründete sie per Dekret (Proklamation Nr. 2) die Länder Bayern, Groß-Hessen (später Hessen) und Württemberg-Baden. Bremen folgte 1947 als Enklave.
  • Die britische Zone (1946): Im Jahr 1946 schufen die Briten durch die Verordnung Nr. 46 die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover (kurz darauf im neuen Land Niedersachsen aufgegangen) und Schleswig-Holstein. Die alten Stadtstaaten Hamburg und Bremen (letzterer später zur US-Zone) wurden reaktiviert.
  • Die französische Zone (1946/1947): Hier entstanden Rheinland-Pfalz, Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern.
  • Die sowjetische Zone (1945): Auch im Osten wurden fünf Länder gebildet (Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen), die jedoch 1952 im Zuge der DDR-Zentralisierung formal in Bezirke aufgelöst wurden.

Diese Länder blieben nicht ungeordnet. Bereits Ende 1946 besaßen beispielsweise Bayern und Hessen eigene, vom Volk durch Abstimmung legitimierte Landesverfassungen. Als im Juli 1948 die West-Alliierten mit den Frankfurter Dokumenten den Auftrag zur Gründung eines Weststaates erteilten, ging dieser folgerichtig an die Ministerpräsidenten der bereits existierenden Länder. Diese wiederum ließen die Landtage die 65 Mitglieder des Parlamentarischen Rates wählen, die dann das Grundgesetz ausarbeiteten.

Wenn wir die Entstehung dieser Länder historisch-kritisch analysieren, stoßen wir auf zwei grundlegend verschiedene wissenschaftliche und staatsrechtliche Deutungsmuster:

Anknüpfung an organische Traditionen

Die etablierte Geschichtswissenschaft betont oft, dass die Alliierten bei der Länderbildung nicht im luftleeren Raum agierten. Sie knüpften, wo immer es möglich war, an historische Identitäten und die föderale Tradition des Deutschen Reiches (Weimarer Republik und Kaiserreich) an.

Bavaria (Bayern) oder die Hansestädte besaßen eine jahrhundertealte Kontinuität. Föderalismus wurde von den Alliierten und deutschen Demokraten gleichermaßen als das effektivste „Anti-Totalitarismus-Patch“ verstanden: Eine Dezentralisierung der Macht sollte den Aufstieg eines neuen, allmächtigen Zentralstaates strukturell unmöglich machen.

Künstliche Konstrukte der Besatzungsmacht

Abseits der organischen Kontinuität gibt es die staatsrechtliche Realität, dass viele dieser Länder reine Reißbrettkonstruktionen der Militärbefehlshaber waren, die primär geopolitischen und logistischen Interessen der Besatzungsmächte entsprangen.

  • Die Liquidierung Preußens: Am 25. Februar 1947 erließ der Alliierte Kontrollrat das Kontrollratsgesetz Nr. 46, das den Staat Preußen – jahrhundertelang der dominante Hardware-Block Deutschlands – formal auflöste. Die neuen Länder waren somit auch ein Instrument, um die preußische Masse administrativ zu zertrümmern.
  • „Operation Marriage“: Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen besaß keinerlei gemeinsame historische Identität. Es wurde von der britischen Militärregierung im August 1946 gezielt fusioniert, um das strategisch und wirtschaftlich vitale Ruhrgebiet als geschlossene industrielle Einheit unter britischer Kontrolle zu behalten und den Zugriff der Franzosen oder Sowjets zu verhindern.
  • Die Zerschneidung des Südens: Die Grenze zwischen der amerikanischen und der französischen Zone verlief mitten durch das historische Territorium von Baden und Württemberg (entlang der Autobahn Karlsruhe-Stuttgart, die in US-Hand bleiben sollte). Dies führte zu künstlichen Staatsfragmenten wie „Württemberg-Baden“ im Norden und „Südbaden“ im Süden, die erst 1952 nach zähen Plebisziten zum heutigen Baden-Württemberg fusionieren konnten.

Aus dieser Perspektive waren die Bundesländer vor 1949 streng genommen keine voll souveränen Staaten, sondern hochgradig funktionale, von außen gesetzte Verwaltungseinheiten, die erst durch den Akt der Schöpfung des Grundgesetzes ihre dauerhafte, völkerrechtliche Legitimation erhielten.

Bedenkt man, wie tiefgreifend diese teilweise künstlichen, von den Alliierten gezogenen Landesgrenzen das heutige Identitäts- und Politikgefüge Deutschlands prägen: Ist der moderne deutsche Föderalismus das Produkt einer gereiften, historischen Evolution des Landes – oder leben wir in einem administrativen Gehäuse, dessen Fundamente vor allem den pragmatischen Sicherheitsbedürfnissen des Jahres 1945 geschuldet sind?

Was ging also ab 1948-1949?

Das, was mit den Ländern passierte, wurde zur Basis für die reine organisatorische Funktion des Grundgesetzes. Die Geburt des Grundgesetzes vollzog sich in mehreren präzise getakteten Schritten, die den Übergang von der alliierten Besatzung zur gelenkten Eigenstaatlichkeit markieren.

  • Die Frankfurter Dokumente – 1. Juli 1948: Die Militärgouverneure der westlichen Besatzungszonen (USA, Großbritannien, Frankreich) übergeben den deutschen Ministerpräsidenten die „Frankfurter Dokumente“. Darin fordern sie die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung für einen westdeutschen Staat.
  • Der Konvent von Herrenchiemsee – 10.–23. August 1948: Ein Ausschuss aus Sachverständigen und Juristen zieht sich auf die bayerische Insel Herrenchiemsee zurück. In nur zwei Wochen erarbeiten sie einen vollständigen Verfassungsentwurf, der als das intellektuelle und strukturelle Fundament für die späteren Beratungen dient.
    • Die Entstehung des Grundgesetzes war kein spontaner Akt einer Volksbewegung, sondern ein meisterhaft organisiertes, von Experten und politischen Eliten gesteuertes Verfahren unter den wachsamen Augen der westlichen Alliierten. Um zu verstehen, wie dieses rechtliche Betriebssystem kalibriert wurde, müssen wir zwischen zwei Gruppen unterscheiden: den technokratischen Architekten des ersten Entwurfs und den 65 Stimmberechtigten, die diesen Entwurf im Parlamentarischen Rat debattierten und verabschiedeten.
    • Bevor der Parlamentarische Rat überhaupt zusammentrat, brauchte das System ein solides rechtliches Fundament. Vom 10. bis 23. August 1948 zog sich eine Gruppe von rund 30 hochkarätigen Fachleuten auf die Herreninsel im Chiemsee zurück. Es handelte sich überwiegend um Spitzenbeamte, Staatsrechtslehrer und Justizminister der neu gegründeten westdeutschen Bundesländer. Zu den prägenden Figuren gehörten:
      • Carlo Schmid (SPD): Er fungierte als intellektuelles Bindeglied, da er sowohl in Herrenchiemsee den Entwurf mitgestaltete als auch später im Parlamentarischen Rat eine Hauptrolle übernahm.
      • Adolf Süsterhenn (CDU): Justizminister von Rheinland-Pfalz, Verfechter eines christlich-naturrechtlichen Fundaments.
      • Hans Nawiasky: Ein renommierter Staatsrechtler, der in der Weimarer Republik die bayerische Verfassung mitgeprägt hatte und vor den Nationalsozialisten in die Schweiz geflohen war.
      • Theodor Maunz: Ein brillanter Experte für Verwaltungs- und Staatsrecht, dessen Personalie aus heutiger Sicht die Ambivalenz dieser Epoche zeigt. Maunz hatte im Dritten Reich NS-Rechtfertigungsschriften verfasst, wurde jedoch aufgrund seiner unbestrittenen Fachkompetenz als Gutachter einbezogen – ein frühes Beispiel für die personelle Kontinuität in der deutschen Justiz.
    • Diese Experten besaßen kein demokratisches Mandat durch eine Volkswahl. Sie wurden direkt von den Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Bundesländer ernannt (Exekutivberufung). Ziel war es, abseits des parteipolitischen Tagesgeschäfts in kürzester Zeit ein funktionierendes, hochprofessionelles juristisches Skelett zu bauen.
  • Der Parlamentarische Rat – 1. September 1948: In Bonn tritt der Parlamentarische Rat zusammen. 65 stimmberechtigte Mitglieder debattieren monatelang über den endgültigen Text. Den Vorsitz führt der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer.
    • Der Parlamentarische Rat war das eigentliche legislative Gremium, das am 1. September 1948 in Bonn die Arbeit aufnahm. Es bestand aus 65 stimmberechtigten Mitgliedern sowie 5 nicht-stimmberechtigten Delegierten aus West-Berlin (deren Status aufgrund des alliierten Sonderstatus eingeschränkt war).
    • Die Mitglieder wurden nicht direkt vom Volk gewählt. Die elf Landtage der westdeutschen Bundesländer wählten die Delegierten aus den eigenen Reihen oder bestimmten sie extern. Der Schlüssel war proportional: Ein Abgeordneter kam auf etwa 500.000 Einwohner. Dadurch spiegelten die 65 Mitglieder exakt die Kräfteverhältnisse wider, die bei den vorangegangenen Landtagswahlen durch das Volk bestimmt worden waren.
    • Das Gremium war politisch stark polarisiert, was die beiden großen Blöcke zwang, Allianzen mit den kleineren Parteien einzugehen.
      • CDU/CSU, 27 Abgeordnete, konservativ-christlich. Setzte sich stark für den Föderalismus (Länderrechte) und die Verankerung von Elternrechten ein.
      • SPD, 27 Abgeordnete, sozialdemokratisch. Forderte eine starke Zentralgewalt für den Bund und legte den Fokus auf soziale Grundrechte.
      • FDP (LDP), 5 Abgeordnete, liberal. Fungierte als klassischer Brückenbauer; starker Fokus auf individuelle Freiheitsrechte und Wirtschaftsorganisation.
      • DP (Deutsche Partei), 2 Abgeordnete, rechtskonservativ, stark regionalistisch-niedersächsisch geprägt.
      • Zentrum, 2 Abgeordnete, katholisch-traditionell, knüpfte an die alte Weimarer Zentrumstradition aus dem bürgerlichen Lager an.
      • KPD, 2 Abgeordnete, kommunistisch, lehnten die Weststaatsgründung fundamental ab und verweigerten am Ende die Unterschrift unter das Grundgesetz.
    • Wer saß physisch auf diesen Stühlen? Die Zusammensetzung war hochgradig akademisch und von einer spezifischen Alterskohorte geprägt:
      • Die Juristen-Dominanz: Über die Hälfte der Mitglieder (37 von 65) waren ausgebildete Juristen (Richter, Anwälte, Staatsanwälte). Dies erklärt die hohe handwerkliche Präzision des Textes.
      • Die Weimarer Erfahrung: Viele waren bereits in der Weimarer Republik politisch aktiv gewesen. Sie kannten die Konstruktionsfehler der ersten deutschen Demokratie aus eigener Anschauung.
      • Die Verfolgtenbiografien: Die moralische Legitimität des Rates speiste sich daraus, dass ein Großteil der Mitglieder unter den Nationalsozialisten gelitten hatte. Viele saßen in Konzentrationslagern, waren im Widerstand oder im Exil. Sie waren biopsychologisch darauf programmiert, ein „Nie wieder“ in Paragrafen zu gießen.
    • Aus Sicht der klassischen Geschichtsschreibung war diese Versammlung eine Elite der Vernunft, die unter schwierigsten Bedingungen ein Meisterwerk schuf. Die zeitgenössische Forschung und kritische Verfassungshistoriker weisen jedoch auf ein strukturelles Paradoxon hin: Die Schöpfer des Grundgesetzes waren moralisch weitgehend integer und politisch verfolgt – doch bei der Ausarbeitung des Textes und der Organisation der Verwaltung griffen sie auf den bestehenden Apparat und das Fachwissen von Juristen zurück, die tief in die Diktatur verstrickt gewesen waren.
    • Dieses Spannungsfeld zwischen einem radikalen moralischen Neubeginn, den Grundrechten und einer personellen Kontinuität in der Administration prägte die junge Bundesrepublik über Jahrzehnte.
    • Wenn wir diesen Prozess der Elite-Delegation betrachten: Erwächst die erstaunliche Stabilität des Grundgesetzes womöglich gerade daraus, dass es von einem kleinen Kreis hochqualifizierter, pragmatischer Fachleute und nicht von einer emotionalisierten, populären Revolutionsversammlung entworfen wurde – oder legitimiert erst die direkte Teilhabe des Volkes eine Verfassung im tiefsten Sinne?
  • Annahme und Genehmigung – 8. Mai 1949: Genau vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht nimmt der Parlamentarische Rat das Grundgesetz an. Kurz darauf erteilen auch die westlichen Alliierten ihre formelle Genehmigung.
  • Verkündung und Inkrafttreten – 23. Mai 1949: Nachdem die Landtage der Bundesländer (mit Ausnahme Bayerns, das das Gesetz ablehnte, aber seine Gültigkeit anerkannte) das Werk ratifiziert haben, wird das Grundgesetz feierlich verkündet. Die Bundesrepublik Deutschland ist damit offiziell gebootet. Die Geburt des Grundgesetzes vollzog sich in mehreren präzise getakteten Schritten, die den Übergang von der alliierten Besatzung zur gelenkten Eigenstaatlichkeit markieren. Die Gründung der Bundesrepublik einen Tag danach, am 24. Mai 1949, war also ein Akt der Gnade westalliierter Mächte und deren Hofschranzen.

Interessante Informationen tauchen hier auf. Das Grundgesetz wurde von den Bundesländern abgelehnt und es herrschte mit dem „genehmigten“ Grundgesetz bis zur Wiedervereinigung 1990 eine „gelenkte Eigenstaatlichkeit“.

Die Schöpfer des Grundgesetzes standen vor der Aufgabe, ein System zu entwerfen, das sich nicht wieder von innen heraus durch demokratische Mittel auflösen ließ – so wie es 1933 der NSDAP gelungen war. Sie installierten daher mehrere tiefgreifende Sicherheitsmechanismen:

  • Die Unantastbarkeit der Menschenwürde (Artikel 1): Die Grundrechte wurden bewusst an den Anfang gestellt und als unmittelbar geltendes Recht definiert, nicht mehr als bloße unverbindliche Staatsziele wie in der Weimarer Republik.
  • Die Ewigkeitsklausel (Artikel 79 Abs. 3): Bestimmte Kernprinzipien des Staates – die föderale Struktur, die Demokratie, der Rechtsstaat und die Menschenrechte – können selbst mit einer Zweidrittelmehrheit des Parlaments niemals abgeschafft werden.
  • Das konstruktive Misstrauensvotum: Der Bundeskanzler kann vom Bundestag nur dann gestürzt werden, wenn gleichzeitig ein Nachfolger gewählt wird. Dies verhinderte die in der Weimarer Republik üblichen, destruktiven Mehrheiten aus extremen Rändern, die Regierungen stürzen, aber keine neuen bilden konnten.

Wenn man das Grundgesetz unvoreingenommen analysiert, stößt man unweigerlich auf das Spannungsfeld zwischen formaler Legalität und politischer Legitimität. In der Geschichtswissenschaft und dem Staatsrecht werden dazu im Wesentlichen zwei Perspektiven diskutiert:

Das geniale Provisorium

Diese Sichtweise betont die historische Meisterleistung der Väter und Mütter des Grundgesetzes. Obwohl es unter alliierter Aufsicht entstand, gelang es den deutschen Akteuren, eine eigenständige, hocheffiziente demokratische Ordnung zu schaffen. Dass man das Dokument bewusst Grundgesetz und nicht „Verfassung“ nannte, entsprang dem tiefen Wunsch, den Anspruch auf die Wiedervereinigung des gespaltenen Landes nicht aufzugeben. Mit dem Beitritt der fünf neuen Bundesländer im Jahr 1990 und der Streichung des alten Artikels 23 (Wiedervereinigungs-Paragraph) wurde das Provisorium zur dauerhaften Verfassung des geeinten Deutschlands.

Das Diktat der Siegermächte

Kritiker und Verfassungshistoriker verweisen darauf, dass das Grundgesetz kein Produkt eines uneingeschränkt souveränen Volkes war. Carlo Schmid, einer der profiliertesten Denker des Parlamentarischen Rates, stellte damals 1948 in einer berühmten Rede klar:

„Wir haben unter Bestätigung der alliierten Vorbehalte das Grundgesetz zur Organisation der heute freigegebenen Hoheitsbefugnisse des deutschen Volkes in einem Teile Deutschlands zu beraten und zu beschließen. Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten.“

Aus dieser Perspektive war das Grundgesetz eng an das Besatzungsstatut gekoppelt; die Alliierten behielten sich in zentralen Fragen (wie der Außenpolitik und der Entmilitarisierung) das letzte Wort vor. Zudem gab es keine direkte Volksabstimmung über den Text – eine Tatsache, die bis heute von verschiedenen politischen Strömungen (darunter auch staatsrechtlich fragwürdigen Gruppierungen wie den sogenannten „Reichsbürgern“, aber auch von etablierten Politikwissenschaftlern im Zuge von Debatten über direkte Demokratie) kritisch hinterfragt wird. Der heutige Artikel 146 sieht theoretisch immer noch vor, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert, wenn sich das deutsche Volk eine neue, freie Verfassung gibt.

Das Grundgesetz hat sich über sieben Jahrzehnte als eines der stabilsten Verfassungswerke der Welt erwiesen – ein System, das als Provisorium begann und durch seine funktionale Praxis normative Kraft entfaltete.

Betrachtet man die Entstehung im Kontext globaler Systemwechsel: War das Fehlen einer direkten Volksabstimmung im Jahr 1949 womöglich der entscheidende Schutzfaktor, um in einer traumatisierten und politisch instabilen Gesellschaft ein stabiles, rechtsstaatliches Fundament zu sichern, oder hat diese Auslassung der deutschen Demokratie einen dauerhaften Geburtsfehler vererbt?

Präambel Grundgesetz
19491990
Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, seine nationale Einheit zu wahren und als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk in den Ländern Baden, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern, um dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine neue Ordnung zu geben, kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Es hat auch für jene Deutschen gehandelt, deren mitzuwirken versagt war.
Das gesamte deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.
Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.

Den Artikel 146 GG zu streichen, haben sich die Täter von 1990 dann doch nicht getraut.

siehe auch:

Machen wir uns nichts vor, dieses Grundgesetz ist eine Übergangsverordnung, von Tätern 1990 zu einer Art „Verfassung“ ohne Legitimation hochgestuft.

Der Osten

Ursprünglich hatten die Siegermächte auf der Potsdamer Konferenz im Sommer 1945 vereinbart, Deutschland als wirtschaftliche und administrative Einheit zu behandeln. Doch dieses Vorhaben scheiterte rasch an der Inkompatibilität der Systeme: Auf der einen Seite das kapitalistisch-demokratische Modell der Westalliierten (USA, Großbritannien, Frankreich), auf der anderen Seite das kommunistische Planwirtschaftssystem der Sowjetunion unter Josef Stalin.

Als der Alliierte Kontrollrat im März 1948 endgültig kollabierte und die Sowjetunion aus Protest gegen die westliche Wirtschaftspolitik das Gremium verließ, war die gemeinsame Verwaltung Deutschlands de facto tot. Die darauffolgende Berlin-Blockade (Juni 1948 bis Mai 1949) zementierte die Spaltung physisch. Das Grundgesetz wurde also in einer Phase geschrieben, in der die sowjetische Besatzungszone (SBZ) bereits administrativ und politisch völlig vom Westen abgekoppelt war.

Die Rettung der Freiheit im Westen

Diese Sichtweise interpretiert die Beschränkung des Grundgesetzes auf den Westen als einen Akt der Notwehr und des demokratischen Realismus. Da in der sowjetischen Besatzungszone bereits eine rücksichtslose Transformation in eine Einparteiendiktatur (die spätere DDR) im Gange war, besaßen die Menschen dort keinerlei Möglichkeit, freie und geheime Wahlen für eine gemeinsame Verfassung abzuhalten.

Aus dieser Sicht war es die Pflicht der westdeutschen Politiker, zumindest für den zugänglichen Teil der Bevölkerung ein stabiles, rechtsstaatliches und freiheitliches System zu errichten. Das Grundgesetz verstand sich daher selbst als ein provisorisches Dach, das den Ostraum explizit einlud, beizutreten, sobald die historischen Bedingungen dies zuließen.

Westintegration auf Kosten der Einheit

Eine alternative, kritischere Analyse argumentiert, dass die Beschränkung auf die Westzonen das bewusste Resultat einer angelsächsischen Eindämmungspolitik (Containment-Politik) gegen den Kommunismus war. Den USA und Großbritannien ging es im Zuge des Marshallplans vor allem darum, den industriell und demografisch starken Westteil Deutschlands so schnell wie möglich als stabilen wirtschaftlichen und militärischen Pufferstaat in das westliche Bündnis zu integrieren.

Kritiker dieser Epoche – darunter damals auch namhafte westdeutsche Politiker wie der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher – befürchteten, dass eine separate Staatsgründung im Westen die Spaltung des Landes auf Jahrzehnte hinaus betonieren und die Ostdeutschen ihrem Schicksal überlassen würde. Aus dieser Sichtweise wurde die deutsche Einheit im Jahr 1949 taktischen, globalstrategischen Interessen der Supermächte geopfert.

Wie das Grundgesetz die Spaltung bändigte

Die Väter und Mütter des Grundgesetzes waren sich dieses Dilemmas vollkommen bewusst. Sie lösten den Widerspruch zwischen dem Anspruch, für alle Deutschen zu sprechen, und der Realität, nur die westlichen Zonen zu vertreten, durch zwei fundamentale juristische Kniffe im Text:

  • Die Präambel (alte Fassung): Hier wurde ausdrücklich festgehalten, dass der Parlamentarische Rat auch „für diejenigen Deutschen gehandelt hat, denen mitzuwirken versagt war“. Zudem wurde das gesamte deutsche Volk aufgefordert, „in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden“.
  • Der alte Artikel 23: Dieser Paragraf regelte den Geltungsbereich des Grundgesetzes. Er listete zunächst nur die westdeutschen Länder auf, enthielt aber den entscheidenden Zusatz: „In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.“ Genau über diesen Artikel erfolgte 41 Jahre später, am 3. Oktober 1990, der Beitritt der neu gegründeten ostdeutschen Bundesländer zur Bundesrepublik.

Das Grundgesetz war somit als offenes System programmiert: eine hochfunktionale für den Westen, die jedoch flexibel genug gehalten wurde, um den Osten bei einer Änderung der globalen Bedingungen sofort zu integrieren.

Wenn wir diese historische Weichenstellung betrachten, bei der Pragmatismus über das Ideal der nationalen Einheit siegte: War die separate Gründung des Weststaates im Jahr 1949 der einzig gangbare Weg, um zumindest einem Teil der deutschen Bevölkerung die Demokratie zu sichern – oder markiert dieser Schritt den Moment, in dem der Westen die Teilung des Landes als kalkulierbaren Preis für die eigene geopolitische und wirtschaftliche Sicherheit akzeptiert hat?

Das Problem und die Schwäche

Hier müssen wir einen präzisen, staatsrechtlichen Blick auf die dramatischen Protokolle der Landesparlamente im Mai 1949 werfen. Ihre Aussage berührt einen der am heftigsten diskutierten Wendepunkte der deutschen Nachkriegsgeschichte, bedarf jedoch einer wichtigen historischen Differenzierung: Es waren nicht die Bundesländer in ihrer Gesamtheit, die das Grundgesetz ablehnten, sondern es kam zu einer hochgradig strategischen und asymmetrischen Abstimmung.

Tatsächlich stimmten 10 von 11 westdeutschen Landtagen dem vom Parlamentarischen Rat ausgearbeiteten Text zu. Es gab jedoch eine fundamentale, historisch weitreichende Ausnahme, die bis heute den Kern des deutschen Föderalismus prägt.

Nachdem der Parlamentarische Rat das Grundgesetz am 8. Mai angenommen und die Alliierten es genehmigt hatten, musste das Dokument von den Parlamenten der neugegründeten Länder ratifiziert werden. Für das Inkrafttreten war eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Länder erforderlich.

Zwischen dem 18. und 21. Mai 1949 stimmten die Landtage von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern teils mit überwältigenden, teils mit knappen Mehrheiten für das Grundgesetz. In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 1949 kam es im bayerischen Landtag zu einem beispiellosen Verfassungsdrama. Nach einer mehr als fünfzehnstündigen, hochemotionalen Debatte lehnte Bayern das Grundgesetz mit 101 zu 63 Stimmen offiziell ab.

Die bayerische Regierung unter Hans Ehard (CSU) argumentierte, der Text sei zu zentralistisch formuliert, beschneide die Rechte der Länder zu stark und institutionalisiere keinen echten Staatenbund, sondern einen Bundesstaat.

Um jedoch die Westintegration und die Gründung der Bundesrepublik nicht vollständig zu blockieren, beschloss der Landtag in derselben Sitzung einen juristischen Geniestreich: Eine Resolution, die besagte, dass das Grundgesetz auch für Bayern rechtsverbindlich werde, falls zwei Drittel der übrigen deutschen Länder es annehmen würden. Da diese Mehrheit durch die Zustimmung der anderen zehn Länder gesichert war, trat Bayern dem Bund quasi „durch die Hintertür“ bei.

Pragmatische Staatsräson
Die etablierte Forschung sieht in der Ratifizierung durch die Länder einen Akt reifer politischer Vernunft. Die Annahme des Textes durch die zehn Bundesländer zeige, dass das gemeinsame Ziel – die Errichtung eines demokratischen Schutzschirms gegen den Totalitarismus – über partikularen Eigeninteressen stand. Bayerns Haltung wird in diesem Kontext als ein legitimer, föderalistischer Weckruf verstanden, der jedoch im entscheidenden Moment von bayerischer Staatsräson getragen wurde, um die historische Chance auf einen demokratischen Teilstaat im Westen nicht zu gefährden.

Das Diktat der Alternativlosigkeit
Eine kritischere Analyse distanziert sich von diesem harmonischen Bild und betont, dass die Bundesländer im Mai 1949 unter dem massiven, unnachgiebigen Druck der alliierten Militärbefehlshaber standen. Aus dieser Sicht hatten die Landtage keine echte, freie Wahlfreiheit.

Eine tatsächliche, kollektive Ablehnung des Grundgesetzes durch mehrere Länder hätte das Ende der wirtschaftlichen Unterstützung durch den Marshallplan, den Stopp der Währungsreform und eine unübersehbare politische Isolation im beginnenden Kalten Krieg bedeutet. Die Zustimmung der zehn Länder war demnach kein Akt reiner Begeisterung, sondern ein von Existenzangst und alliierter Anleitung gesteuerter Pflichtakt.

Das bayerische „Nein“ wiederum wird in dieser kritischen Perspektive als reines politisches Theater für die heimische, konservative Wählerschaft entlarvt: Die bayerischen Abgeordneten konnten es sich schlichtweg leisten, das Grundgesetz medienwirksam abzulehnen, weil sie genau wussten, dass die anderen zehn Länder ohnehin zustimmen und die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit sichern würden. Es war ein risikoloses Votum ohne reale Konsequenzen.

Wenn wir diese Dynamik betrachten, bei der ein historisches Dokument unter dem Vorbehalt des alliierten Vetos und strategischer Hintertürchen verabschiedet wurde: Schöpft ein rechtliches System seine wahre Legitimität aus der lückenlosen, idealistischen Zustimmung aller Beteiligten – oder erweist sich die Genialität einer Verfassung gerade darin, dass sie so flexibel konstruiert ist, dass selbst ihre schärfsten Kritiker pragmatisch in das System integriert werden können?

Fazit

Wenn ich auf die politische und rechtliche Realität unseres Landes blicke, drängt sich mir unweigerlich eine fundamentale Erkenntnis auf: Deutschland fehlt es grundsätzlich an einer klaren Vision für die künftige Ausrichtung und Entwicklung unserer Gesellschaft. Der tiefere Grund für diesen Zustand liegt in unserem rechtlichen Fundament selbst. Basis der in Deutschland etablierten Scheindemokratie ist das nicht vom Volk in freier Selbstbestimmung geschaffene Grundgesetz als bloßes Übergangsregelwerk. Eine echte, vom Volk ratifizierte Verfassung ist seit Jahrzehnten überfällig.

Das Grundgesetz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, während der militärischen Besatzung, durch einen sogenannten Parlamentarischen Rat den drei Westmächten zur Genehmigung vorgelegt und von diesen bewertet. Die Ratsmitglieder mussten dutzendfach auf dem Petersberg erscheinen, um die Vorstellung von einer Hausordnung für ein Nachkriegsdeutschland durch die Westmächte abgesegnet zu bekommen. Es war von Anfang an als provisorische Übergangsregelung gedacht – gedacht für die Zeit der Teilung, bis das deutsche Volk in freier Selbstbestimmung eine echte Verfassung beschließt.

Im Jahre 1990, im Rahmen der Wiedervereinigung, wurde diese historische Chance bewusst und gezielt umgangen. Statt den sauberen, souveränen Weg einer verfassungsgebenden Versammlung und einer bundesweiten Volksabstimmung zu gehen, wurde die DDR lediglich dem bestehenden Geltungsbereich des westdeutschen Grundgesetzes angegliedert. Damit wurden die alten, von den Westalliierten aufgezwungenen Strukturen und Einschränkungen einfach auf das gesamte, vereinte Deutschland ausgedehnt, anstatt das Volk in freier Selbstbestimmung entscheiden zu lassen.

Ich fordere die konsequente und sofortige Anwendung des Artikels 146 des Grundgesetzes. Dieser Artikel ist geltendes Recht und besagt eindeutig, dass das Grundgesetz seine Wirksamkeit verliert an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die vom deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

In einer neuen Verfassung werden die Grundrechte uneingeschränkt verankert, jedoch ohne jene Ausstiegsklauseln, die der aktuellen Politikerkaste eine willkürliche Einschränkung unserer Freiheit erlauben.
Diese Verfassung muss die Grundlage für ein neues politisches System bilden – weg von der Parteiendiktatur auf Bundes- und Landesebene, hin zu einer Demarchie (Demokratie höherer Ebene), direkten Volksabstimmungen und einem Präsidialsystem mit strikter, echter Gewaltenteilung.

Es ist völlig korrekt, dass das Grundgesetz 1949 bewusst nicht als „Verfassung“ bezeichnet wurde, um den permanenten Charakter zu vermeiden und den Anspruch auf die Wiederherstellung der Einheit nicht zu gefährden.

Die Beibehaltung des Artikels 146 GG im Zuge der Wiedervereinigung 1990 (wenn auch in modifizierter Form) beweist, dass der Verfassungsgeber die Möglichkeit einer künftigen Totalrevision der Verfassung durch das Volk rechtlich offengehalten hat. Die Forderung der Website nach einer Anwendung dieses Artikels bewegt sich somit strikt innerhalb des verfassungsrechtlichen Rahmens des geltenden Rechtssystems.

Die Altparteien betrachten die Verfassungsfrage seit 1990 als endgültig gelöst. Die herrschende juristische und politische Meinung besagt, dass das Grundgesetz durch die jahrzehntelange Praxis, die Beitrittsbeschlüsse der frei gewählten DDR-Volkskammer und die regelmäßige Teilnahme des Volkes an Bundestagswahlen eine vollständige, plebiszitäre Legitimation „erworben“ habe. Eine Anwendung von Art. 146 GG wird vom politischen Establishment als unnötig, destabilisierend und in manchen Diskursen sogar als verfassungsfeindlich oder den Reichsbürgern nahestehend deklassiert.

Der Widerstand der Altparteien gegen eine verfassungsgebende Volksabstimmung speist sich aus der traditionellen Furcht vor plebiszitären Elementen auf Bundesebene, die im Kontext der zeitgenössischen Diskurse (z. B. beim Gendern, der Energiewende oder der Migrationspolitik) die parlamentarische Gestaltungsmacht der Eliten einschränken könnten.

Dass Deutschland als größte Wirtschaftsnation Europas bis heute keine Verfassung besitzt, die jemals in einem expliziten, bundesweiten Referendum vom Volk per Ja/Nein-Stimme gewählt wurde, stellt im internationalen Vergleich eine Anomalie dar. Das Manifest nutzt diese verfassungsbiografische Besonderheit geschickt, um die gesamte Gesetzgebungskompetenz der aktuellen „Parteiendiktatur“ als unvollständig legitimiert darzustellen.

Während die etablierten Kräfte der Altparteien das Grundgesetz als sakrosankt und „geheilt durch Zeitdauer“ betrachten, definiere ich das Fehlen einer originären, vom Volk direkt beschlossenen Verfassung als den ultimativen Konstruktionsfehler der Bundesrepublik.

In diesem Sinne stellt eine von alliierten Westmächten auferlegte Zwangsorganisation, 1949 in einen Gesetzestext gepresst, der sich wie eine Verfassung liest, und der in seiner Entstehung für parteiinterne Machtkämpfe missbraucht wurde, noch lange keine Verfassung dar. Diesem Konstrukt 1990 durch den Osten ebenfalls zwangsweise beigetreten worden zu sein, heißt noch lange nicht legitimiert! Eine Verfassung braucht die Legitimation durch das Volk in einer Volksabstimmung, PUNKT!

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Eine abgehobene Politikerkaste macht die gleichen Fehler wie alle anderen diktatorischen Strukturen des Altertums bis in die Neuzeit. Sie möchten
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Schon in der Zeit der Aufklärung hatten querdenkende Menschen mit Filz und diktatorischem Wahnsinn zu kämpfen.

Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Immanuel Kant

Die mutige Nutzung des eigenen Verstandes

siehe auch: Sapere aude – Wikipedia

Ein verantwortungsvoller Umgang und eine vollständige Perspektive sollten die Betrachtung auch unbequemer Stimmen (immer wieder) beinhalten. Dabei ist bei manchen Quellen bereits die Fragestellung anders und bedenkenswert, ganz unabhängig von der darauf gegebenen Antwort. Manches davon mag fragwürdig oder extrem erscheinen und sollte dennoch nicht abschrecken, einen Blick darauf zu werfen. Ganz ausdrücklich spiegeln die angeführten Publikationen nicht die Meinung des Autors wider, sondern sie dienen der Darstellung und Auseinandersetzung mit dem existierenden Meinungsspektrum.

Die Bandbreite von Nachrichten, Diskussionen und Meinungen ist breit gefächert. Das Internet ermöglicht auch eine Beschäftigung und Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Perspektiven. Die Einordnung sei jedem selbst überlassen. Mit einer umfassend gebildeten Leserschaft kann diese Fähigkeit zur Auseinandersetzung angenommen werden. Somit möge es der Erweiterung der eigenen Perspektive und dem geweiteten Blick auf unsere Gesellschaft dienen.

Ich gebe euch hier eine Liste nützlicher Links an die Hand, damit ihr selbst zu den Erkenntnissen gelangt, die mich zu meinem Vorhaben bewogen haben. Selbst denken und denken lassen, ist immer noch so richtig wie leben und leben lassen oder „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“!

Linkliste zu externen Seiten

Zum Schluss und als Kontrast seien hier einige Dienste angeführt, die sich gegen die herrschende Negativität stemmen und nur auf positive Nachrichten ausrichten.

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Themenschwerpunkte

Meine Webseite https://alternatives-manifest.de/ behandelt ein breites Spektrum an Themen, die primär die deutsche Gesellschaft, Politik und Kultur aus einer kritischen Perspektive beleuchten und verweist dabei immer wieder auf Beispiele und Quellen, so wie hier: https://alternatives-manifest.de/nuetzliche-links/. Die Hauptkategorien und ihre potenziellen Inhalte umfassen folgende Themen:

Grundlagen und Identität

https://alternatives-manifest.de/heimat/ und https://alternatives-manifest.de/heimat-in-gefahr/ betonen die Bedeutung von Heimat und deren Bedrohung. https://alternatives-manifest.de/deutschland/, https://alternatives-manifest.de/der-deutsche-staat/, https://alternatives-manifest.de/dunkeldeutschland/ und https://alternatives-manifest.de/helldeutschland/ setzen sich mit der Identität Deutschlands und inneren Konflikten oder unterschiedlichen Wahrnehmungen des Landes auseinander. https://alternatives-manifest.de/leitkultur-ist/ und https://alternatives-manifest.de/leitkultur-soll/ legen nahe, dass ich eine bestimmte Vorstellung von deutscher Leitkultur vertrete und deren Umsetzung fordere. https://alternatives-manifest.de/der-neue-deutsche/ stellt eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und dem Bild des „neuen Deutschen“ nach der Wiedervereinigung dar.

Politik und Gesellschaft

Demokratie

https://alternatives-manifest.de/demokratie-soll/ und https://alternatives-manifest.de/demokratie-ist/ beleuchten die Ideale und die Realität der Demokratie.

Parteien und Kritik

https://alternatives-manifest.de/parteien-und-programme/ befasst sich umfassend mit den Programmen aller Parteien und vergleicht deren Programme. https://alternatives-manifest.de/linke-taeuscher/ zeigt klare Hinweise auf eine kritische Haltung gegenüber etablierten Parteien und politischen Strömungen, insbesondere der SPD.

Medienkritik

https://alternatives-manifest.de/staatsmedien/ deutet auf eine kritische Haltung gegenüber öffentlich-rechtlichen oder „Mainstream“-Medien hin.

Sozialpolitik

https://alternatives-manifest.de/gesundheit-sozialpolitik-und-rente/, https://alternatives-manifest.de/rente-soll/, https://alternatives-manifest.de/rente-ist/ und https://alternatives-manifest.de/sozialstaat-war-gestern/ zeigen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Sozial- und Rententhemen, mit der These, dass der Sozialstaat in seiner aktuellen Form und im Zusammenhang mit dessen Missbrauch nicht mehr zukunftsfähig ist.

Einwanderung und Integration

https://alternatives-manifest.de/zuwanderung-und-gerechtigkeit/, https://alternatives-manifest.de/rassismus/, https://alternatives-manifest.de/islam-und-politischer-islamismus/ und https://alternatives-manifest.de/innere-gefahr/ legen eine kritische Betrachtung von Zuwanderung, Fragen der Gerechtigkeit, Rassismusvorwürfen und der Rolle des Islams nahe, möglicherweise mit Fokus auf Risiken.

Wirtschaft, Finanzen und Steuern

https://alternatives-manifest.de/infrastruktur-wirtschaft-und-finanzen/ befasst sich mit der ausufernden Steuer- und falschen Geldpolitik, die Reiche reicher werden lässt und nichts für dessen wertschöpfende und hart arbeitende Bürger übrig hat.

Verteidigung, Recht und Sicherheit

https://alternatives-manifest.de/sicherheit-und-verteidigung/ zeigt auf, an welchen Stellen dieser Staat und seine Bürger verwundbar sind.

Wissenschaft und Technologie

Klima- und Energiepolitik

https://alternatives-manifest.de/energie-umwelt-und-klima/, https://alternatives-manifest.de/kernenergie-ist-die-zukunft/, https://alternatives-manifest.de/verfahrene-klima-kiste/, https://alternatives-manifest.de/klimaluege-und-wahrheit/ und https://alternatives-manifest.de/klima-die-wahrheit/ zeigen eine deutliche Skepsis gegenüber der etablierten Klimapolitik und eine Befürwortung der Kernenergie.

Bildung

https://alternatives-manifest.de/bildung-und-kultur/ und https://alternatives-manifest.de/allgemeiner-bildungsnotstand/ weisen auf eine kritische Analyse des Bildungssystems und möglicherweise eines „Bildungsnotstands“ hin.

Gesellschaftliche Debatten

Vielfalt und Gleichberechtigung

https://alternatives-manifest.de/vielfalt-und-gleichberechtigung/, https://alternatives-manifest.de/gleichberechtigung/, https://alternatives-manifest.de/lgbtqia/, https://alternatives-manifest.de/gendern/, https://alternatives-manifest.de/diversitaet/ und https://alternatives-manifest.de/der-gesunde-mix/ sind eine Auseinandersetzung mit Themen wie Gleichberechtigung, Gender-Fragen, LGBTQIA+-Rechten und dem Konzept von Vielfalt, möglicherweise aus einer kritischen Perspektive zu aktuellen Diskursen.

Religion

https://alternatives-manifest.de/religion-ist/ und https://alternatives-manifest.de/religion-soll/ befassen sich mit der Rolle und Funktion von Religion in der Gesellschaft.

Spezifische aktuelle Ereignisse:

https://alternatives-manifest.de/corona/ und https://alternatives-manifest.de/ukraine/ zeigen, dass die Website auch zu aktuellen Geschehnissen Stellung bezieht, höchstwahrscheinlich mit einer von der „Mainstream“-Berichterstattung abweichenden Sichtweise.

Was zu tun wäre

Aus meiner Perspektive müsste Deutschland eine umfassende Wende einleiten, die sich durch eine Stärkung nationaler Identität, eine kritische Hinterfragung etablierter Politik und eine Abkehr von veralteten Ideologien auszeichnet. Kernpunkte einer solchen Entwicklung wären folgende:

Heimat und Identität

Eine Betonung der deutschen Kultur und Traditionen, verbunden mit einer Abgrenzung gegenüber einer als identitätsstiftend wahrgenommenen “Kulturverdünnung” durch Zuwanderung aus inkompatiblen Kulturen (https://alternatives-manifest.de/heimat/). Ich kritisiere eine bewusste Gefährdung der “Heimat” und fordere eine Bewahrung deutscher Werte.

Demokratie

Eine Reform der Demokratie, die über die idealisierten Vorstellungen hinausgeht und die tatsächliche Machtverteilung und den Einfluss von Parteien hinterfragt (https://alternatives-manifest.de/demokratie-ist/). Dies impliziert eine kritische Auseinandersetzung mit Parteiprogrammen und eine Ablehnung der aktuellen politischen Praxis. Eine Verfassung (https://alternatives-manifest.de/die-verfassung/), durch die Bürger dieser Republik legitimiert und nicht aufgezwungen, wäre ein erster Schritt hin, zu einem modernen Deutschland und zu einem Heilungsprozess, der über Jahrzehnte nur verdeckt wurde.

Sozialpolitik

Eine grundlegende Reform des Sozialstaats, der als nicht mehr zukunftsfähig angesehen wird (https://alternatives-manifest.de/sozialstaat-war-gestern/). Dies geht mit einer stärkeren Betonung der Eigenverantwortung und einer Begrenzung staatlicher Leistungen einher.

Energie- und Klimapolitik

Eine Abkehr von der aktuellen Klimapolitik, die als realitätsfern und schädlich für die deutsche Wirtschaft kritisiert wird (https://alternatives-manifest.de/klima-die-wahrheit/) und das Erkennen der Wahrheit (Das Klima-Manifesthttps://alternatives-manifest.de/das-klima-manifest/) und der notwendigen Schritte in die Zukunft. Währenddessen wird die Kernenergie als Zukunftstechnologie betrachtet (https://alternatives-manifest.de/kernenergie-ist-die-zukunft/).

Einwanderung

Eine deutlich restriktivere Einwanderungspolitik, verbunden mit einer stärkeren Integration der bereits im Land lebenden Ausländer (https://alternatives-manifest.de/zuwanderung-und-gerechtigkeit/). Die Website thematisiert die vermeintlichen Auswirkungen von Zuwanderung auf die innere Sicherheit und den Sozialstaat.

Medien

Eine kritische Auseinandersetzung mit den etablierten Medien, die als parteiisch und regierungsnah wahrgenommen werden (https://alternatives-manifest.de/staatsmedien/).

Analytische Bewertung

Meine Positionen stellen eine klare Gegenposition zum Mainstream dar. Sie sind geprägt von einem konservativen Weltbild, einer Ablehnung des politischen Establishments und einer Skepsis gegenüber globalen Trends. Die Kritiken an der Klimapolitik und der Einwanderungspolitik sind besonders hervorzuheben, da sie in der öffentlichen Debatte oft kontrovers diskutiert werden. Die Website bedient sich einer Rhetorik, die darauf abzielt, Ängste und Unsicherheiten in der Bevölkerung auszusprechen und eine alternative Sicht auf die gesellschaftlichen Probleme zu bieten.

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Die Verfassung

Wir, die Deutschen, setzen in freier Selbstbestimmung und kraft unserer natürlichen Souveränität das Grundgesetz von 1949 außer Kraft und geben uns diese Verfassung. Sie ist

Parteien und deren Programme

Parteien und deren Programme in einer Übersicht für den mündigen und selbst denkenden Bürger zur eigenen Meinungs- und Willensbildung geschaffen.

Zuwanderung und Gerechtigkeit

Grundsätzlich ist zwischen Asyl und Einwanderung zu unterscheiden. Deutschland erfüllt selbstverständlich den internationalen Standard des Asylrechts gem. Genfer Flüchtlingskonvention.

Heimat, Freiheit, Erwachen

Unser Staat, seine Politik und deren Wahlen sind für unser Volk nur die Fassade einer Scheindemokratie, welche auf Biegen und

Sicherheit, Justiz und Verteidigung

Die Bundeswehr bleibt eine Berufsarmee und dient ausschließlich der Landesverteidigung. Es gibt weder Auslandseinsätze noch anderweitige Aufgaben.

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Bildung und Kultur haben neben dem Umweltschutz den höchsten Stellenwert und sind daher staatliche Aufgabe. Daher werden alle Länder –

Vielfalt und Gleichberechtigung

In Deutschland leben Menschen aus allen Nationen, Kulturen, Religionen, Herkünften und Hautfarben als Bürger dieses Landes, Männer und Frauen und

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Das Klima und die Lüge

Es gibt keinen Treibhauseffekt ohne Treibhaus, alles andere ist Klimalüge und Klimawahnsinn.
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Über mich

Ich bin ein politisch interessierter Zeitgenosse, der das Elend in diesem Land beobachtet. Atheist und Freidenker durch und durch, denn an irgendeinen Humbug zu glauben, habe ich mir fast abgewöhnt – egal ob das jetzt Götter, Parteien oder Ideologien sind. Und diese alberne Einteilung in „links“ und „rechts“? Das sind Relikte aus Zeiten, als man Leute noch einfacher spalten konnte. Ich denke da an mittelalterliche und religiöse Fanatiker. Und es gelingt dem Teufel wieder. Grüne Ideologen, sog. Feministinnen, radikale Veganer, Gender-Separatisten, Pudding mit Gabeln – Esser, Antifa-Faschisten, Kampf gegen Rächtz – Verblendete, Omas gegen Rächtz – Kämpferinnen. Das alles sind ekelhafte dumme Menschen, die gar nicht verstehen, dass sie instrumentalisiert werden, und die sich benutzen lassen für perfide Ziele.

Ich stehe da, wo der gesunde Menschenverstand bisher nicht komplett von der Politik und den Medien vergiftet wurde. Ich bin dort, wo die Leitplanken des angeblichen Gut und Böse, die uns ständig vorgekaut werden, nicht mehr greifen. Wenn man das als „modern, befreit und aufgewacht“ bezeichnen will, bitte schön. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf diesen Scheiß, der unser Land ruiniert.

Mein Blick auf die Welt ist jedoch eher konservativ. Ich wehre mich gegen diesen ganzen ideologisierten Mist, der unsere Gesellschaft schwächt und spaltet, durch Politik und deren Medien. Und damit ist auch klar: Den linksgrün-extremistischen Ideologen bin ich entwischt, deren Einfluss hat sich bei mir erledigt. Rechtsradikalen war ich immer schon weiter entfernt, als die Sonne von der Erde.

Ich bin kein Politikwissenschaftler oder gar ein Politiker – auch kein Philosoph, Ökonom oder sonst so ein sog. Spezialist oder Experte. Ich bin einfach ein ganz normaler Bürger dieses Landes, ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Wahrnehmungsvermögen, einem Sinn für Gerechtigkeit und gesundem Menschenverstand. Und ich habe es satt, nur noch im stillen Kämmerlein zu schimpfen oder vor mich hin zu fluchen. Es nervt nur, raubt mir Zeit und ändert ohnehin nichts. Es drängt mich einfach, aktiv zu sein, selbst wenn es erst mal nur darum geht, meine Gedanken hier festzuhalten. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich stinksauer und regelrecht aufgeladen bin. Ich versuche mich zu beherrschen, wenn ich mir hier Luft mache. Dabei hoffe ich, dass der geneigte Leser dies wohlwollend zur Kenntnis nehmen wird.

Für all jene, die, so wie ich, das aktuelle politische Geschehen mit geballten Fäusten in den Hosentaschen verfolgen, habe ich nur einen Rat: Macht es mir gleich! Schreibt euch den Frust von der Seele und schreit es raus in die Welt! Deutschland ist doch mittlerweile ein einziger politischer, wirtschaftlicher und medialer Saustall geworden. Und so einen Saustall muss man halt gründlich ausmisten und reinigen. Macht mit und schreibt mir, wenn euch etwas Sinnvolles zu meiner Seite einfällt oder wenn ihr einen Fehler oder eine unsaubere Herleitung findet.

Ich bin ein Demokrat

Ich bin geboren im glorreichen Jahr 1966 und durfte, musste, sollte in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) aufwachsen. Ich habe viel gelernt, unter anderem die „Liebe zu unserer Heimat“, der größten DDR der Welt, was grundsätzlich eine gute Idee war, wenn diese Liebe nicht instrumentalisiert worden wäre. Dazu kamen noch ein paar kräftige Schüsse Intelligenz, Gerechtigkeitssinn, Disziplin und Zuverlässigkeit. Respekt vor allen Menschen, egal welche Hautfarbe sie hatten oder wie sie ihr Leben führten, war ebenfalls Teil des Programms, genauso wie die Ablehnung jeglicher Gewalt und Faschismus. Und den gesunden Menschenverstand? Ja, den hat man mir wohl irgendwie in die Wiege gelegt. Ich danke meinen Eltern. Man muss ja auch nicht alles glauben, was einem so erzählt wird, selbst wenn es von offizieller Seite kommt. Das ist quasi mein Fundament, auf dem ich heute die politische Landschaft betrachte – mit einer Mischung aus Skepsis und einer gewissen Nostalgie für die Dinge, die vielleicht nicht schlecht gedacht, aber schlecht gemacht waren.

Die Geschichte meiner Familie begann, sagen wir mal, nicht gerade auf einem Ponyhof. Mein Großvater war in russischer Gefangenschaft, und mein Vater wurde im Mai 1945 mit nichts als ein paar Windeln am Leib als deutsches Kind aus Böhmen vertrieben. Die Tschechen konnten gar nicht schnell genug das Eigentum meiner Großeltern vereinnahmen und die Russen, die später unsere sog. „Freunde“ wurden, haben den Flüchtlingskonvoi meiner Familie verfolgt. Sie haben meiner Oma und meiner Tante alles abgenommen, sie vergewaltigt und sie dann einfach ihrem Schicksal überlassen. Ein Schicksal, das sie in die ehemalige DDR spülte. Dort wuchsen meine beiden Eltern auf. Mein Vater, gezeichnet vom Hunger als Sohn eines vertriebenen und armen Webers, meine Mutter als Lehrerkind. Ich selbst wurde auch Lehrerkind, denn meine Eltern nahmen ihr Schicksal in die Hand und wurden ebenfalls Lehrer. Sie wurden in ihrer Jugend mit dem Glauben an die russischen Freunde und den Sieg des Kommunismus erzogen – ein Glaube, der mir, wie man so schön sagt, ebenfalls in die Wiege gelegt wurde.

Man könnte meinen, das Alter bringt nicht nur Weisheit, sondern auch eine gehörige Portion Ernüchterung. Je älter man wird, desto deutlicher sieht man ja, was alles schiefläuft. Und dann merkt man plötzlich, dass die ganzen Ermahnungen der Großeltern, die man damals so lässig abgetan hat, auf einmal im Kopf widerhallen. Manchmal fragt man sich schon, warum man nicht früher auf die alten, weisen Männer und Frauen gehört hat.

Doch das Alter zeigt ja bekanntlich, was nicht stimmt. Die verworfenen Ermahnungen der Großeltern hallen in unseren Köpfen wider. Und so hat es eine Weile gedauert, bis ich mich selbst von den Fesseln einer linken Ideologie befreien konnte. Meine gesamte Lebensgeschichte und Biografie schien diesen linken Weg vorzuzeichnen, den ich auch eine ganze Weile mitging. Doch ich habe mich davon abgewandt und den linken Irrweg verlassen, weil ich die Welt mit offenen Augen betrachte und weil mir nie wieder der Fehler passieren wird, Gleichnisse zu ignorieren. Ich bin fest entschlossen, die Fratze von Faschismus oder Stalinismus – selbst im demokratischen oder sozialistischen Mäntelchen – stets und immer wieder zu erkennen. Die Vergangenheit wiederholt sich, man muss sie nur erkennen, auch wenn sie sich in der Gegenwart immer wieder neue Namen gibt. Es ist essenziell, aus ihr zu lernen, zu lernen in der Lage zu sein und alte Fehler verhindern zu wollen.

Ich denke häufiger darüber nach, wie es gewesen wäre, wenn mir damals, als Jugendlicher in der DDR, jemand aus dem Westen gesagt hätte, dass ich so richtig verarscht werde. Ich hätte ihn für imperialistisch verseucht gehalten und über ihn gelächelt, denn der Sozialismus sollte ja siegen. Genauso ergeht es vielen gut gebildeten Menschen, die das westdeutsche Bildungssystem durchlaufen haben. Sie tun mir einfach nur leid, diese jungen, aber verstrahlten Menschen.

Es erfordert Mut und einen freien Kopf, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen oder sich in fremde Gedankengänge hineinzuversetzen. Ich lächle heute über die Entwicklung dieser Republik.

Menschen sind nicht Gefangene ihres Schicksals, sondern nur Gefangene ihrer eigenen Gedanken.

Franklin D. Roosevelt

Und um das gleich vorwegzunehmen: Ich werde auch niemals Mitglied irgendeiner Partei werden. Das liegt nicht nur daran, dass ich Normativität und diesen blinden Gehorsam zutiefst verabscheue. Mir ist die Vielfalt einfach lieber als diese erzwungene Einfalt, die man in Parteistrukturen oft findet. In diesem „Werk“ hier, wie ich es nenne, spreche ich mich ja auch ganz klar dafür aus, den Einfluss von Parteien massiv zu beschränken. Für mich sind Parteien nichts weiter als Relikte von gestern. Sie waren und sind nicht in der Lage, die Probleme von gestern, heute und schon gar nicht die Herausforderungen von morgen zu bewältigen. Warum? Weil sie nicht sachbezogen arbeiten. Stattdessen folgen sie einem Farbschema, einer Fraktion und ihren Führern – und das ist das Hauptproblem, das diese ganze Kiste immer wieder an die Wand fährt.