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Helldeutschland

Das eigene Ich und die Selbstverwirklichung individuellen Glücks gegenüber gesamtgesellschaftlicher Orientierung, die Herabsetzung staatlicher und gesellschaftlicher Ziele ist ein Fehler, der sich noch bitter rächen wird, denn der Westdeutsche hat in der Zeit des Bestandes der Bundesrepublik massenweise seine Bindung zu seinem Deutschland verloren.

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Der Westdeutsche und seine von den  Medien  geschürte Angst vor Russen und dem  Kommunismus  war nach dem Zweiten Weltkrieg willig, die Gaben amerikanischer Geldgeber dankend anzunehmen und darauf sein Leben aufzubauen.

Warum beschäftige ich mich als Ostdeutscher mit Westdeutschland? Weil die Bundesrepublik mit seiner  Währung  und seiner Gründung einfach schneller war als die DDR. Viele Westdeutsche wissen gar nicht, dass nicht die DDR der treibende Keil zwischen beiden deutschen Staaten war. Um es ganz deutlich zu machen an die Adresse derer, die immer wieder die Lügenmärchen über die DDR und die Spaltung glauben.

Die  Politik  in Westdeutschland hat Ostdeutschland an die Russen verraten und sich den Amerikanern verkauft, um dann in überheblicher Manier von oben auf den Zonen-Abschaum zu glotzen. Ich akzeptiere keine Aussagen wie, „aber das waren doch die Amerikaner und die Alliierten, wir konnten nichts dafür!“. Bullshit, sage ich! Schockiere ich Dich da gerade, lieber Leser? Nun, dann auf zu Google und mal bezüglich Geschichte recherchieren!

Vorausgegangen war die von den Siegermächten in der Konferenz von Jalta und im Potsdamer Abkommen beschlossene und vollzogene Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.  Deutschland  hatte kein Mitspracherecht bei seiner Zerstückelung! Wohl aber danach, als ab Mitte 1945 Tatsachen geschaffen wurden, konnten neue deutsche  Politiker  und Unternehmer Einfluss auf den weiteren Fortgang der  Entwicklung  nehmen. Dem normalen Westdeutschen in seinem Streben nach Glück und Wohlstand kann in weiten Teilen daraus kein Vorwurf gemacht werden. Es waren immer  Eliten  aus Politik und Geld/Macht, denen ich hiermit den Handschuh hinwerfe!

Die Westdeutschen Politiker und Geld/Macht-Eliten warfen also sich gemeinsam mit allen Deutschen der westlichen Besatzungszonen in die Hände amerikanischer Geldgeber und schufen mit der D-Mark am 21.06.1948 die erste Mauer. Die zweite Mauer folgte mit der Gründung der BRD. Bis zur Gründung der Bundesrepublik am 23.05.1949 waren wir alle DEUTSCHE, danach wurden die Deutschen in der russischen Besatzungszone zu Deutschen aus der Ostzone. Fragen sie mal auf der Straße einen  Bürger  der alten Bundesländer, wann sein  Staat  gegründet wurde. Ich verwette mein Arsch, dass 95 % der Leute nicht wissen, wann das war.

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Adenauer und seinen schmierigen Arschkriechern waren die Menschen im Osten Deutschlands scheißegal. Wichtig war das eigene Weiterkommen und die Geborgenheit unter amerikanischer Hoheit. Dieses Gesindel hat die deutsche Spaltung gefestigt und besiegelt. Der andauernde  Verweis  auf den Mauerbau 1961 war und ist nur Ablenkung von eigener Schuld!

Parallel dazu lief ein beispielloses Investitionsprojekt, der Marshall-Plan, mit dem fast 14 Mrd. Dollar zum damaligen Kurs (umgerechnet zu heute etwa 142 Mrd. Dollar), die in die westlichen Staaten inkl. BRD gepumpt wurden.

Immer wieder höre ich, wie unangenehm es gewesen war, die DDR zu besuchen. Allein die Einreisemodalitäten und die Drangsalierung an den Grenzen waren angeblich Horror für den Bundesbürger. Natürlich wurden diese Maßnahmen seitens DDR-Grenzregime süffisant ausgenutzt und ausgekostet. Aber niemand wurde als Bundesbürger verhaftet oder landete im DDR-Knast (ganz im Gegenteil zu DDR-Bürgern), wie es uns sensationsheischende Wichtigtuer verkaufen wollen. Ich stelle trotzdem die offene Frage, ob es nicht eher Schuldgefühle und die Konfrontation mit der verursachten  Armut  und Teilung waren, die die Reise in oder durch die DDR unangenehm machten?

Es gab viele Bundesbürger, die sehr spartanisch lebten, ähnlich der meisten Ostdeutschen und trotzdem regelmäßig Päckchen in die DDR versandten. Diese Menschen halte ich aus meinen Vorwürfen explizit heraus. Ich danke diesen Menschen für ihre Aufopferungen und den Glauben an ihre Brüder und Schwestern im Osten.

Deutschland mit seinem angeblich einzigartigen, zwangsverheirateten  System  aus Kapitalismus und  Demokratie  zur sog. sozialen Marktwirtschaft, als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs, ist heute zu Ende gedacht. Das soziale Deckmäntelchen konnte damals auf nationaler Ebene zwischen den Interessen der  Wirtschaft  und den Interessen der Demokratie vermitteln und Interessen ausgleichen.

Es war von Anfang an eine Lüge, um nach dem verlorenen  Krieg  die deutsche Wirtschaft mit den gleichen Konzernen und den gleichen Eigentümern am Leben zu lassen. Es war nichts anderes, als die Weiterführung des sozialen Gedankens aus der Weimarer  Republik  mit dem versteckten Credo „sozial ist, was  Arbeit  schafft“ oder „der Markt ist per se sozial“. Die gleichen Wirtschaftsbosse und die gleichen Politiker führten die Weimarer Republik in die Bundesrepublik über und verkauften es den Bundesbürgern als soziale Marktwirtschaft.

Der Bundesbürger war ein fleißiger Geselle. „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ war sein Motto und sein Fleiß war die Antriebsfeder des Wirtschaftswunders der 50er und 60er-Jahre. Gepusht durch amerikanische Dollarmilliarden und befreit von fast allen Reparationsleistungen des Zweiten Weltkriegs, konnte der sich Bundesbürger ein Wirtschaftsimperium ohne Gleichen schaffen.

Die Wirtschaft boomte derart, dass die Arbeitskräfte bald fehlten und ausländisches Personal die Drecksarbeit machen musste. Kamen diese sog. Fremdarbeiter anfangs noch aus Italien, Griechenland oder der Türkei, schwärmen sie heute aus aller  Welt  in deutsche Gefilde. Nur heißen sie nicht mehr Fremdarbeiter, sondern nur noch  Flüchtlinge . Und arbeiten tut auch nur noch der, der Bock drauf hat, denn Geld gibt’s auch, ohne einen Finger krumm zu machen. Geflüchtet vor dicken, verhüllten Frauen und dutzenden unschuldigen Kindern machen sie sich auf ins gelobte Land, um die Früchte der Arbeit Anderer zu ernten. Diese Tatsache wird aber in einem anderen Kapitel weiter vertieft.

Stahlindustrie, Kohle, Autoindustrie und Chemie waren die Stütze des deutschen Wirtschaftswunders. Jedoch beendeten die 68er das Kapitel des Wirtschaftswunders, weil an die Stelle von Fleiß, Tradition und historischem Bewusstsein der Gammel und Hippie-Kult trat. Fleiß war spießig und Drogen waren wichtig. Arbeiten wurde zum störenden Moment auf dem Pfad der Selbstfindung.

Ein guter Freund, ein junger und kluger Mann aus dem Westen dieser Republik, hat mir die Frage gestellt, was es ist, dass mich so wütend und so voller Tatendrang  macht  und warum er, top-gebildet und behütet, gut verdienend, nicht auch den Wunsch verspürt, etwas an dieser Gesellschaft zu ändern. Ich tue mein Bestes, mit all diesen Worten, dass sich das ändert, lieber Freund!

Ähnliche Gespräche führe ich hier im Westen unseres Landes häufig und mache immer wieder die gleichen Erfahrungen. Die guten Menschen in Deutschland haben es aufgegeben, sich um die Probleme ihrer nahen Mitmenschen zu scheren. Sie sind satt und zufrieden, wenn es ihnen gut geht. Es besteht keinerlei Drang danach, anderen Menschen, denen es hier nicht so gut geht, helfen zu wollen. Sie haben kein Interesse an den wahren Problemen dieser Gesellschaft. Sie schalten ab, wenn Politik im TV läuft und sind überfordert, wenn sich die Gefahrenlage überschlägt und die Medien aus vollen Rohren den Weltuntergang herbeischreiben.

Sie stürzen sich aber gern in innere Angelegenheiten anderer Staaten oder laden sich Probleme von Menschen in anderen Staaten auf. Sie bringen Hunde aus ihrem Urlaub von Malle mit, weil ihnen die Hunde dort so leidtun, als ob es hier in Deutschland nicht genügend Hunde in Tierheimen gibt. Sie tun so, als ob sie die Welt retten könnten, derweil hier im eigenen Land der Wahnsinn kocht.

Ganz schlimm ist aber, dass sie die Diskrepanz zwischen  Wahrheit  und Lüge nicht erkennen. Sie schauen einen völlig verständnislos an, wenn das Problem fehlender  Meinungsfreiheit  geschildert wird. Sie wissen gar nicht, wie es sein könnte, anderer Meinung zu sein. Sie haben nie die Erfahrung gemacht, anderer Meinung sein zu wollen oder zu müssen.

Der Wessi ist aus der Sicht vieler Ostdeutschen heute angepasst und satt, weichgespült durch das westdeutsche  Bildungssystem , befreit von bösen Gedanken um soziale  Gerechtigkeit  oder  Arbeitskampf  und beseelt von der Vorstellung, Windräder könnten Wälder ersetzen.

Das eigene Ich und die Selbstverwirklichung individuellen Glücks gegenüber gesamtgesellschaftlicher Orientierung und die Herabsetzung staatlicher und nationaler Ziele ggü. Weltrettungsfiktionen ist ein Fehler, der sich noch bitter rächen wird. Dadurch hat speziell der Westdeutsche hat in der Zeit des Bestandes der Bundesrepublik massenweise die Bindung zu seinem Deutschland verloren.

Menschen im Westen dieses Landes aber, abgehängt vom sozialen  Frieden , arm und in einer Lohnspirale nach unten und in prekären Arbeitsverhältnissen feststeckend, sehen keine  Zukunft  und misstrauen politischer Führung. Sie gehen nicht mehr wählen und stützen aus Unkenntnis ihren eigenen Untergang und deren Machterhalt.

Zuletzt bearbeitet am 17. September 2023 von Matthias

Von Matthias

Politisch interessierter Bürger

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